Diese Datei enthlt Tips und Tricks zum Tandberg MLR1
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Bitte lesen Sie dieses Dokument vor der Installation des 
Tandberg MLR  durch. Dieses Dokument enthlt:
- Allg. Infos
- Programm SENSE.EXE
- Programm MLRUPLD.EXE
- Programm MLRDIAG.EXE 
- Geschwindigkeits-Steigerung durch Programm MLRSETUP.EXE


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Allgemeine Infos:
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Sie haben mit dem Tandberg MLR1 den neuen, innovativen Streamer 
von Tandberg Data erworben. Tandberg Data ist weltweiter 
Marktfhrer bei den professionellen linearen Streamern. 

Der Tandberg MLR1 wartet mit Daten auf, die ihresgleichen 
suchen:

- Zukunftssicher durch die neue MLR-Technologie
- 26 GByte Kapazitt mit eingebauter Hardwarekomprimierung (13
  GByte ohne Komprimierung)
- 180 MByte/min Datenbertragung (90 MByte/min ohne
  Komprimierung)
- lineare Aufzeichnung, daher sehr langlebig und sicher
- 300.000 Stunden MTBF
- Wide-SCSI-Anschlu
- durchschnittliche Zugriffszeit auf jede Stelle des Bandes: 45
  Sekunden
- Rckwrtskompatibel zu alten QIC-Standards (Schreib- und
  Lesekompatibel bis zu QIC-120)

Achtung: Der Tandberg MLR1 bentigt Micro-Jumper, normale 
Jumper knnen zwar gerade noch in das Jumper-Feld eingesetzt 
werden, garantieren jedoch nicht immer einen ordnungsgemen 
Kontakt. Die Folge knnen sporadisch auftretende Fehler sein. 
Bitte nutzen Sie daher zur Auswahl von SCSI-ID etc. nur Micro-
Jumper.


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Programm SENSE.EXE
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Mit dieser Utility werden die SCSI-IDs der angeschlossenen 
Gerte angezeigt. Z.Zt. kann dieses Programm nur SCSI-IDs bis 
sieben anzeigen.

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Programm MLRUPLD.EXE
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Von Zeit zu Zeit werden fr einen Streamer neue Firmware-Stnde 
released. Diese beinhalten optimierte Programmcodes. Der 
Tandberg MLR1 enthlt das Firmware (Bios) in Flash-Proms, die 
jederzeit per Software aktualisiert werden knnen. Mit dem 
Programm MLRUPLD.EXE knnen Sie eine neue Firmware in den 
Streamer einprogrammieren. Neue Firmware-Stnde sind in unserer 
Mailbox verfgbar (siehe unten).

Programmierschritte:
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1) Stellen Sie sicher, da 
    - die Terminierung des SCSI-BUS richtig durchgefhrt wurde
    und
    - keine SCSI-ID doppelt vergeben wurde
    - ein ASPI-Treiber in der CONFIG.SYS geladen wurde

2) Stellen Sie die SCSI-ID Ihres Tandberg MLR1-Streamers fest. 
Im Zweifelsfall starten Sie das beiliegende Programm SENSE.EXE 
oder booten Sie Ihren Rechner. Die SCSI-ID wird auch beim 
Booten angezeigt.

3) Starten Sie das Programm MLRUPLD.EXE unter DOS.

4) Geben Sie die SCSI-ID des Streamer an. WICHTIG: Geben Sie 
nicht die falsche ID an. Sofern Sie z.B. versehentlich die 
SCSI-ID der Festplatte angeben, knnen deren Daten 
berschrieben werden.

5) Geben Sie den Namen des Firmware-Files ein (incl. 
Erweiterung) z.B.0100.BIN

Der Programmiervorgang wird durch eine Reihe von Punkten auf 
dem Bildschirm symbolisiert.
      
Unterbrechen Sie niemals den Programmiervorgang!

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Programm MLRDIAG.EXE
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Mit dem Programm MLRDIAG knnen Sie an Ihrem MLR1-Streamer 
einen erweiterten Selbsttest durchfhren. Sie bentigen hierzu 
eine leere Data-Cartridge. Eventuelle Daten auf einer Cartridge 
werden durch den Test zerstrt. Der Test dauert ca. 30 Minuten.

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MLRSETUP.EXE: Erhhung der Geschwindigkeit
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Durch die hohe Geschwindkeit des Streamers mu der Streamer an 
den jeweiligen Server angepasst werden. Nur mit einer optimalen 
Anpassung kann der Tandberg MLR1 auch die optimalen Ergebnisse 
erreichen. Wenn der Tandberg MLR1 an Ihrem System nicht die 
mglichen Geschwindkeiten von 180 MByte/min bzw. 90 MByte/min 
(ohne Kompression) erreicht, dann sollten Sie die nachfolgenden 
Informationen nutzen, um durch Anpassen des Streamers eine 
optimale Geschwindigkeit zu erreichen. Ein Streamer mu, wenn 
nicht gengend Daten geliefert oder abgeholt werden, 
zwischendurch anhalten. Um an der gleichen Stelle fortsetzen zu 
knnen, mu er das Band ein Stck zurckspulen um dann, wenn 
erneut gengend Daten vorliegen, mit dem Schreiben oder Lesen 
fortfahren zu knnen. Dieser Start-Stop Vorgang fhrt, wenn er 
hufig vorkommt, zu einer dramatischen Geschwindigkeits-
verringerung beim Schreib-/Lesevorgang. In der Praxis kann es 
vorkommen, da statt der mglichen 180 MByte/min nur 40 
MByte/min erreicht werden. Dies lt sich durch eine einfache 
Anpassung des Streamers an Ihr System verhindern. Ziel dieser 
Anpassung ist es, da der Streamer einen kontinuierlichen 
Schreib-/Lesevorgang erreicht indem er nicht mehr Daten 
schreibt oder liest, als das restliche System verarbeiten kann. 
Im folgenden werden die verschiedenen Mglichkeiten der 
Anpassungen beschrieben.

Hardware:
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Mit einer mglichen Geschwindigkeit des Streamers von 180 
MByte/min sind viele Systeme in der heutigen Konfiguration 
berlastet. Der Host-Rechner ist nicht in der Lage 180 
MByte/min von den Festplatten zu lesen und an den Streamer zu 
bergeben.

Bitte prfen Sie die folgenden Punkte auf Ihre 
Durchfhrbarkeit. Zuerst werden die Konfigurationen mit dem 
hchsten Geschwindigkeitsgewinn aufgelistet:

- Nutzung eines separaten WIDE-SCSI-Controllers fr den
  Streamer und eines weiteren WIDE-SCSI-Controllers fr die
  WIDE-SCSI-Festplatten und weitere Gerte
- Nutzung eines gemeinsamen WIDE-SCSI-Controllers fr Streamer 
  und WIDE-SCSI-Festplatten.
- Nutzung eines WIDE-SCSI-Controllers nur fr den Streamer und
  eines SCSI2-Controllers fr die SCSI2-Festplatten

Nur bedingt empfehlenswert:
- Nutzung eines separaten SCSI2-Controllers fr den Streamer
 (Anschlu mit dem mitgelieferten 16/8-Bit Adapter) eines
  weiteren SCSI2-Controllers fr die SCSI2-Festplatten

Weniger empfehlenswert:
- Nutzung eines gemeinsamen 8-BitSCSI2-Controllers fr den
  Streamer (Anschlu mit dem mitgelieferten 16/8-Bit Adapter)
  und fr die SCSI2-Festplatten
- Nutzung von IDE-Festplatten


Software:
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Auf dieser Diskette befindet sich das Programm MLRSETUP.EXE, 
welches nach dem Start als erstes die SCSI-ID Ihres Streamers 
abfragt. Nur, wenn an der eingegebenen SCSI-ID ein Tandberg 
MLR1 angeschlossen ist, sind die weiteren Optionen sichtbar. 
Smtliche Zahlen-Eingaben im Programm mssen in Hexadezimal 
geschehen. Bei der SCSI-Eingabe z.B. stehen die Werte 0 bis 9 
fr die SCSI-IDs 0 bis 9; danach gelten: A=10, B=11, C=12, 
D=13; E=14; F=15.

Bitte beachten Sie, da vor dem Start dieses Programmes ein 
ASPI-Manager geladen sein mu.

Nach erfolgreicher Auswahl der SCSI-ID werden die aktuellen 
Einstellungen des Streamers gezeigt. 

Die gezeigten Einstellungen sind:
- Gewhlte SCSI-ID
- Name des Hersteller, Name des Streamers, Version der Firmware
- Typ des Bandes (wenn eingelegt), Bandgeschwindigkeit, Format
  und Blockgre
- Hardware-Datenkompression
- Automatische Geschwindigkeitsanpassung - Automatic Velocity 
  (AVC)
- Forced Streaming Count 

Mit diesem Programm knnen die letzten drei angegebenen 
Einstellungen gendert werden. Im folgenden fhren wir die 
nderungsmglichkeiten mit genauer Erluterung der Auswirkungen 
auf. Diese Einstellungen werden permanent im Streamer 
gespeichert. Sie bleiben also auch nach dem Ausschalten des 
Streamers erhalten.

Hardware-Datenkompression
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Mgliche Einstellungen: On / Off
Normalerweise wird diese Einstellung von der gewhlten Backup-
Software gesetzt. Die Einstellungen des Streamers werden von 
der Einstellung in der Software berschrieben. Die 
standardmige Einstellung der Hardware-Datenkompression des 
Streamers wird nur dann wirksam, wenn Ihre Software eine solche 
Einstellung nicht kennt. Wenn Sie z.B. unter Unix lediglich die 
TAR-Befehle nutzen mchten, mssen Sie die gewnschte Streamer-
Einstellung mit dieser Software selber vornehmen. Standard-
Software wie z.B. Cheyenne ArcServe, Seagate (Arcada) 
BackupExec oder Legato haben eine Software-Einstellung; die 
Streamer-Einstellung wird ignoriert. Der Tandberg MLR1 kann mit 
aktivierter Hardware-Datenkompression (2:1 Kompression 
angenommen) 26 GByte pro Cartridge in einer Geschwindigkeit von 
180 MByte/min sichern. Diese Kapazitt und die Geschwindigkeit 
variieren je nach aktuellem Kompressionsfaktor. Je nach Daten
Ohne Datenkomprimierung werden pro Cartridge 13 GByte 
gesichert, die mgliche Geschwindigkeit betrgt dann 90 
MByte/min.

Vorteil:  - Maximale Kapazitt und Geschwindigkeit; 
          - Durch die Halbierung der Datenrate auf 90 Mbyte/min
            sind u.U. auch langsamere Systeme in der Lage einen
            kontinuierlichen Schreib-/Lesevorgang zu erreichen
          - da im Vergleich zu ausgeschalteter Kompression mehr
            Daten auf den gleichen Bandbereich geschrieben
            werden, wird bei gleicher Datenmenge die 
            Lebensdauer von Medium und Gert verlngert
Nachteil: - Wenn abgeschaltet: Halbierung der maximalen 
            Kapazitt und evtl. auch der Geschwindigkeit.



Automatische Geschwindigkeitseinstellung
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Wenn das System die Daten nicht in der geforderten 
Geschwindigkeit liefern kann, ist es sinnvoll, die vom Streamer 
geforderte Datenrate zu vermindern. 
Wenn diese Option eingeschaltet wurde, schaltet der Streamer 
selbststndig auf die halbe Geschwindigkeit, wenn er aufgrund 
mangelnder Systemperformance in den Start/Stop-Betrieb fallen 
mu. In regelmigen Abstnden berprft der Streamer, ob die 
Nutzung der normalen Geschwindigkeit wieder mglich ist. 

Vorteil:  - Durch automatische Reduzierung der Geschwindigkeit
            unter gleichzeitig beibehaltener maximaler
            Kapazitt wird eine insgesamt hhere
            Geschwindigkeit erreicht, als in stndigem 
            Start/Stop-Betrieb. 
Nachteil: - Auch ein sehr schnelles System kann hin und wieder 
            die Daten nicht schnell genug an den Streamer
            liefern. Mit einigen wenigen Start/Stops bei
            maximaler Geschwindkeit ist jedoch insgesamt eine
            hhere Geschwindigkeit als ohne Start/Stops
            bei langsamer Geschwindigkeit mglich. Daher 
            sollten bei einem System beide Mglichkeiten 
            getestet werden. Die Option mit der hheren
            erreichten Geschwindigkeit sollte dann gewhlt
            werden.

Forced Streaming Mode
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Eine solche Option ist in allen schnellen Streamern auch von 
anderen Herstellern vorhanden. Wenn der Streamer kurzzeitig 
keine Daten erhlt, mu das Gert normalerweise anhalten und 
zurcksetzen. Wenn das System die notwendige Datenrate nur 
knapp verfehlt, ist diese Option sinnvoll. Hiermit wird der 
Streamer angewiesen, statt auf die Daten zu warten (und 
anhalten zu mssen) noch eine Weile zu streamen. Der 
ausgewhlte Wert bestimmt die Zeitdauer, wie lange der Streamer 
das Band noch weiterlaufen lt. Die Daten werden in als 
hexadezimaler Wert angezeigt. Zur Auswahl stehen:
0 (Aus); $200=512; $400=1024

Der ausgewhlte Wert entspricht den leeren Datenblcken, die 
der Streamer vor einem durch fehlende Daten verursachten Stop 
noch schreibt, bevor er trotzdem anhlt. Ein Block entspricht 
512 Byte. Ein Wert von $200 entspricht somit 512 Blcken  512 
Byte. Der Streamer schreibt somit maximal noch 250 KByte bevor 
er anhlt. Bei 90 MByte/min entspricht dies 1/6 Sekunde.

Vorteil:  - Wenn die erforderliche Datenrate nur knapp verpat
            wird, wird trotzdem die maximale Geschwindigkeit
            erreicht.
Nachteil: - Durch das Weiterlaufen des Bandes tritt ein
            gewisser Kapazittsverlust ein, der nicht vorab
            kalkulierbar ist. Die verlorene Kapazitt ist
            systemabhngig und liegt bei der Wahl von $400
            (=1024) zwischen 20% und 50%. Typischerweise
            sollten bei der Wahl von $400 etwa 30%
            Kapazittsverlust einkalkuliert werden.


Whlen Sie die fr Ihr aktuelles System und Ihren Datenbestand 
optimalen Werte aus. 
Denken Sie aber bitte daran, da nach einer Systemnderung 
(Speicher, Controller, Prozessor, Festplatten, Hinzufgung 
neuer grerer Datenbestnde zum Backup etc.) eine andere 
Einstellung sinnvoller wre. Systemnderungen sollten immer 
eine erneute berprfung der Tandberg MLR1-Einstellungen mit 
evtl. nderung nach sich ziehen.

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Mit der MLRSETUP.EXE-Utility sind folgende Einstellungen 
mglich:
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Kompression AUS gewhlt:
	AVC ein oder aus

Kompression EIN gewhlt:
	1: Maximale Performance: AVC:Off, Forced Streaming: $400
	2: Maximale Kapazitt:   AVC:On,  Forced Streaming: Off
	3: Balanced:             AVC:On,  Forced Streaming: $200


Letztere Einstellungen sind nur mglich, wenn in der Utility 
die Kompression eingeschaltet wird. Die Einstellungen in der 
Backup-Software bleiben sind hiervon unbeeinflut. Schalten Sie 
in der Software die Kompression aus, bleiben trotzdem die 
anderen Einstellungen (AVC, Foreced Streaming) im Streamer 
aktiv.

Sofern Sie das Registrierungsformular eingesandt haben, 
beantwortet unsere kostenlose Hotline gerne weiterfhrende 
Fragen: (0231)5436-142
Bitte beachten Sie auch unsere Mailbox mit neuen Treibern: 
(0231)5436-123 oder -222 und unsere Internet-Seiten auf 
http:\\www.tandberg.com

