Erweiterte Installationsbeschreibung fuer PPTP mit ISDNPM
Version 0.9b, Stand 21.03.2002
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Vorraussetzungen
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Es wird davon ausgegangen, dass eine erfolgreiche IP-Verbindung zum
PPTP-Server vorhanden ist und folgende Informationen bekannt sind:
- IP-Adresse der PPTP-Gegenstelle
- Name der NT-Domaene fuer PPTP-(RAS-)Anmeldung
- User-Id und Passwort fuer RAS
- IP-Netz des remoten lokalen Netzwerkes


Funktionen
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ISDNPM unterstuetzt drei Varianten fuer PPTP-Tunnelverbindungen:
1. PPTP-Routing incl. IP-Masquerading
   Die Verbindung zum Internet wird wie bisher mit ISDNPM aufgebaut.
   Die PPTP Verbindung wird von einem Client im lokalen Netzwerk
   aufgebaut.
2. Routing und Login beim PPTP-Server
   Die Verbindung zum Internet wird wie bisher mit ISDNPM aufgebaut.
   ISDNPM fuehrt ein Login im remoten Netzwerk aus und erstellt einen
   PPTP-Tunnel.
3. PPTP-Tunnel ber eine bestehende IP-Verbindung
   ISDNPM baut die PPTP-Verbindung zu einem PPTP-Server auf.

Hinweis:
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Im Fall 2 werden mit ISDNPM zwei Verbindungen hergestellt.
Da ein sauberes Routing die Grundlage fr einen funktionierenden Tunnel ist 
wird fr diesen Fall der Einsatz eines zustzlichen TCP/IP-Interface 
fr den Tunnel empfohlen und dafr verwenden wir in diesem 
Beispiel die virtuelle Netzwerkkarte "ISDNPM Support Driver". 
Hinweis: Die Nutzung des virtuellen LAN-Interface ist optional.


Customizing:
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Fall 1. PPTP-Routing (Protokoll 47)
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   Es ist darauf zu achten, dass eine ISDNT.DLL ab Version 3.03 im
   Einsatz ist. Es sind keine weiteren nderungen notwendig.


Fall 2. Routing und Login
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   Es ist darauf zu achten, dass eine ISDNT.DLL ab Version 3.03 im
   Einsatz ist.

   Ferner sind folgende Modifikationen notwendig:

   - MPTS
     Der MACMYWI-NDIS-Treiber (ISDNPM Support driver) ist zwei Mal zu 
     installieren und mit dem TCP/IP-Protokoll zu versehen.
     Treiber 1: IP Verbindung zum Internet (LAN1)
     Treiber 2: PPTP Verbindung (Tunnel)   (LAN2)
     Es wird im Beispiel davon ausgegangen, dass LAN0 eine interne 
     Netzkarte ist.


   - SETUP.CMD in \MPTN\BIN (die Syntax ist von der Version des TCP/IP-Stacks 
     abhngig).
     ifconfig lan0 <ip-addr-1>    netmask 255.255.255.0
     ifconfig lan1 <ip-addr-2>    netmask 255.255.255.0
     ifconfig lan2 <ip-addr-3>    netmask 255.255.255.0

     <ip-addr-1>: IP-Adresse der eigenen Netzwerkkarte des lokalen Netzwerks.
     <ip-addr-2>: IP-Adresse 1. MAC-MYWI z.B. 192.168.201.10
     <ip-addr-3>: IP-Adresse 2. MAC-MYWI z.B. 192.168.202.10



   - ISDN.CFG

     [GLOBAL] Sektion - erweitern:
     PPTPLines       :  1       // Line fuer PPTP

     * optional - fuer virtuelles LAN-Interface *
     [GLOBAL] Sektion - aendern:
     LanInterfaces   :  2       // IP via LAN-Interface (MAC-Treiber)

     * optional - fuer virtuelles LAN-Interface *
     [LAN0] Sektion - erster MAC-MYWI bleibt unveraendert
     IF_NAME         : LAN1
     IF_DEVICE       : IMYWI$
     IF_CONFIG       : CONFIGLP.FNC

     * optional - fuer virtuelles LAN-Interface *
     [LAN1] Sektion - zweiter MAC-MYWI hinzufuegen
     IF_NAME         : LAN2
     IF_DEVICE       : IMYWI2$
     IF_CONFIG       : CONFIGL.FNC

     [PPTP01] Sektion - hinzufuegen
     Connections     : 1              // Anzahl PPTP Tunnel



   - USER\<internet>.OUT - Angaben fuer Internet-Verbindung
     [OUTGOING] Sektion erweitern
     ExRemoteaddress   : <ip-netz>/255.0.0.0

     <ip-netz>: IP-Adresse des remoten lokalen Netzes, z.B. 10.0.0.0 mit der 
     entsprechenden NetMask. 
     Wichtig: Diese Variante der Netz-Abgrenzung ber ExRemoteaddress 
              funktioniert nur wenn das Tunnelende (PPTP-Server) *nicht* 
              im gleichen Netzsegment liegt.

   - USER\<pptp>.OUT - Angaben fuer PPTP-Verbindung (neu erstellen)

     [OUTGOING]
         Name            : PPTP
#         ntdomain        : <name der domaene>
         USERID          : <user-id>
         Password        : <password>

         LineOutName     : [PPTP01]

         IPInterfaceName : [LAN1]        

         FLAGS           : ~DEFAULTROUTE
         Flags           :  AUTODIAL
         Flags           : ~MULTILINK
#         Flags           : MPPESLESS
#         Flags           : MPPE128      // Verschluesselung 128 Bit
         Tunnel          : <ip-tunnel>
         MSS             : 1400
         exRemoteaddress : <ip-tunnel>/255.255.255.255
         Remoteaddress   : <ip-netz>/255.0.0.0

         KeepAlive       : 30
         KeepAliveDisc   : 5

#     <name der domaene>  muss in GROSSBUCHSTABEN angegeben werden
#     LineOutName         aus ISDN.CFG - Name der Sektion
#     IPInterfaceName     aus ISDN.CFG - Name der Sektion

     Flags
          ~Defaultroute  da bereits gesetzt
          Autodial       kann gesetzt werden. Wenn Autodial aktiv ist
                         und ein Request zum remoten lokalen
                         Netzwerk gesendet wird,
                         wird automatisch die Internet-Verbindung
                         (sofern Autodial aktiv)
                         und die PPTP-Verbindung aufgebaut.
          ~Mulitlink     da die PPTP-Verbindung auf IP-Interface LAN0
                         aufsetzt
          MPPESLESS      Kann-Anforderung fuer Verschluesselung
          MPPE128        Max. Schluesselllaenge fuer Verschluesselung
     MSS                 (Max Segment Size) muss kleiner als
                         MTU Size sein
     <ip-tunnel>         IP-Adresse des Partners (Tunnelende)
     <ip-netz>           IP-Adresse des remoten lokalen Netzes,
                         z.B. 10.0.0.0



Fall 3. PPTP-Tunnel ber vorhandene IP-Verbindung
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   Es ist darauf zu achten, dass eine ISDNT.DLL ab Version 3.03 im
   Einsatz ist.

   Ferner sind folgende Modifikationen notwendig:

   - ISDN.CFG

     [GLOBAL] Sektion - erweitern:
     PPTPLines       :  1       // Line fuer PPTP

   - USER\<pptp>.OUT - Angaben fuer PPTP-Verbindung (neu erstellen)
     Konfiguration gemaess mitgeliefertem Beispiel pptp1.out


Anmerkung
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Diese Dokumentation basiert auf Erfahrungen vom Beta-Test der ISDNPM
Version 3.03.
Umgebung: Internet-Verbindung via ISDN mit ISDNPM.
          Lokales Netzwerk vorhanden.
ISDNPM:   OS/2 Warp 4 und FP 15, MPTS WRG8621
Clients:  OS/2 Warp 4 und FP 15, MPTS WRG8621
          Windows 2000 Professional mit SP2

Autor Christian Tatz, chr_t@gmx.net
erweitert durch Karlheinz Schmidthaus, info@isdnpm.de
